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Wie spielt man Dart 501? Strategien, Kombinationen und Tipps für Straight In, Double Out

Wie spielt man Dart 501? Strategien, Kombinationen und Tipps für Straight In, Double Out

Dart 501 ist die bekannteste und am häufigsten gespielte Dartvariante. Sie wird sowohl bei privaten Spielen als auch bei professionellen Turnieren verwendet. Jeder Spieler beginnt mit 501 Punkten und versucht, diese Punktzahl möglichst schnell exakt auf null zu reduzieren. Bei Straight In, Double Out zählen die Punkte bereits ab dem ersten Dart, doch der letzte Dart muss in einem Doppelfeld landen.

Die Regeln wirken einfach, aber gutes 501 erfordert weit mehr als nur das Zielen auf das höchstmögliche Feld. Entscheidend sind Konstanz, das Planen der Schlussphase, sicheres Kopfrechnen und das gezielte Stellen auf angenehme Doppelfelder.

Was bedeutet Straight In?

Straight In bedeutet, dass ein Spieler sofort mit dem ersten Dart Punkte erzielt. Es ist nicht nötig, zunächst ein Doppelfeld zu treffen. Jeder gültige Treffer wird direkt von 501 abgezogen.

Dies ist die einfachste und gebräuchlichste Art, ein Leg zu beginnen. Bereits in der ersten Aufnahme kann man sich darauf konzentrieren, möglichst viele Punkte zu erzielen. Das häufigste Ziel ist die dreifache 20, also T20, mit einem Wert von 60 Punkten.

Die höchstmögliche Aufnahme beträgt 180 Punkte und wird durch drei Treffer in T20 erzielt. Trotzdem muss nicht jeder Dart auf dieses Feld geworfen werden. Für Anfänger ist Konstanz wichtiger als ein einzelner hoher Score. Drei Treffer in die einfache 20 ergeben 60 Punkte, während drei ungenaue Versuche auf T20 deutlich weniger bringen können.

Was bedeutet Double Out?

Double Out bedeutet, dass der letzte Dart, der das Leg beendet, in einem Doppelfeld landen muss. Bei 40 Restpunkten kann man mit D20 ausmachen. Bei 32 Punkten ist D16 das passende Ziel, bei 24 Punkten D12.

Auch das Bullseye kann ein Leg beenden. Das äußere Bull zählt 25 Punkte, das innere Bull 50 Punkte und gilt als Doppel.

Beim Double Out muss der Spieler exakt null erreichen. Wer zu viele Punkte erzielt, einen Punkt Rest lässt oder null erreicht, ohne ein Doppel zu treffen, verursacht einen Bust. Der Spielstand wird dann auf den Wert zu Beginn der Aufnahme zurückgesetzt, und die restlichen Darts verfallen.

Beginnt ein Spieler seine Aufnahme beispielsweise mit 32 Punkten, kann er das Leg mit D16 beenden. Trifft er nur die einfache 16, bleiben 16 Punkte und damit D8. Erzielt er dagegen 17 Punkte, bleiben 15 Punkte, die zwar noch ausgemacht werden können, aber eine weitere Vorbereitung erfordern.

Die wichtigste Strategie: Den nächsten Dart mitdenken

Beim 501 sollte man nicht nur den aktuellen Dart betrachten. Vor dem Wurf sollte klar sein, welcher Rest nach einem Treffer bleibt und welche Möglichkeiten die folgenden Darts bieten.

Besonders wichtig wird das unterhalb von etwa 230 Punkten. Ab diesem Bereich kann man beginnen, sich auf ein mögliches Drei-Dart-Finish zu stellen. Das höchste Checkout beträgt 170 und wird so gespielt:

T20, T20, Bull.

Nicht jeder Wert unter 170 kann jedoch mit drei Darts beendet werden. Die sogenannten Bogey Numbers 169, 168, 166, 165, 163, 162 und 159 haben kein Drei-Dart-Finish. Deshalb sollte man vermeiden, diese Zahlen stehen zu lassen.

Wer 229 Punkte Rest hat und T20 trifft, lässt 169 stehen, das nicht in drei Darts beendet werden kann. T19 kann die bessere Wahl sein. Ein Treffer für 57 Punkte lässt 172 übrig und ermöglicht in der nächsten Aufnahme eine angenehmere Vorbereitung.

Die besten Doppelfelder

D20, also 40 Punkte, gilt als besonders praktisches Finish. Das Feld liegt oben auf dem Board. Wer nach innen in die einfache 20 abrutscht, hat noch D10 übrig.

Auch D16 ist sehr beliebt. Die 32 lässt sich bei einfachen Treffern schrittweise halbieren:

D16 → D8 → D4 → D2 → D1.

Trifft der Spieler nur das einfache Feld, bleibt weiterhin eine gerade Zahl und damit ein weiteres Doppelfeld. Deshalb zählt 32 zu den besten Restwerten.

Weitere angenehme Doppel:

  • 40 – D20
  • 36 – D18
  • 32 – D16
  • 24 – D12
  • 20 – D10
  • 16 – D8

Jeder Spieler sollte sein bevorzugtes Doppel kennen. Wer D16 besonders sicher trifft, sollte versuchen, 32 stehen zu lassen. Man muss nicht immer die Wege wählen, die Profis bevorzugen. Der beste Weg ist der, der zur eigenen Trefferquote passt.

Wichtige hohe Checkouts

  • 170 – T20, T20, Bull
  • 167 – T20, T19, Bull
  • 164 – T20, T18, Bull
  • 161 – T20, T17, Bull
  • 160 – T20, T20, D20
  • 158 – T20, T20, D19
  • 157 – T20, T19, D20
  • 156 – T20, T20, D18
  • 154 – T20, T18, D20
  • 152 – T20, T20, D16
  • 150 – T20, T18, D18
  • 148 – T20, T16, D20
  • 146 – T20, T18, D16
  • 144 – T20, T20, D12
  • 141 – T20, T19, D12
  • 140 – T20, T20, D10

Man muss nicht die gesamte Checkout-Tabelle auf einmal lernen. Sinnvoll ist es, mit den Zahlen unter 100 zu beginnen, da sie in Amateurspielen besonders häufig vorkommen.

Nützliche Kombinationen unter 100 Punkten

  • 100 – T20, D20
  • 96 – T20, D18
  • 92 – T20, D16
  • 88 – T20, D14 oder T16, D20
  • 84 – T20, D12
  • 80 – T20, D10 oder T16, D16
  • 76 – T20, D8
  • 72 – T16, D12
  • 68 – T20, D4
  • 64 – T16, D8
  • 60 – 20, D20
  • 56 – 16, D20
  • 52 – 20, D16
  • 48 – 16, D16
  • 44 – 12, D16
  • 42 – 10, D16

Bei manchen Restwerten ist ein großes einfaches Feld sicherer als ein Triple. Bei 60 Restpunkten ist 20, D20 deutlich sicherer als ein Versuch auf T20. Ein Treffer in T20 würde null ergeben, aber nicht mit einem Doppel, also wäre es ein Bust.

Wie reagiert man nach einem Fehlwurf?

Eine gute Kombination berücksichtigt immer die Möglichkeit eines Fehlers. Profis wählen oft Felder, die auch bei einem Treffer im einfachen Segment noch einen realistischen Weg zum Checkout offenlassen.

Bei 80 Restpunkten ist T20, D10 eine beliebte Route. Trifft man nur die einfache 20, bleiben 60 Punkte, die mit 20, D20 beendet werden können. Bei 82 ist das Bull ein guter erster Wurf. Ein Treffer für 50 lässt D16 stehen, ein äußeres Bull für 25 lässt 57 übrig, also 17, D20.

Der nächste Dart sollte nicht automatisch geworfen werden. Nach jedem Wurf sollte der Restwert neu berechnet und gegebenenfalls eine andere Route gewählt werden. Ein paar Sekunden Nachdenken können verhindern, dass ein Punkt Rest bleibt oder ein unnötiger Bust entsteht.

Scoring zu Beginn des Legs

Am Anfang eines Legs geht es vor allem darum, regelmäßig viele Punkte zu erzielen. Das Standardziel ist T20. Wenn die Darts jedoch häufig in die 1 oder 5 abweichen, kann T19 die bessere Wahl sein. Fehler in die benachbarten Felder 7 und 3 sind häufig weniger kostspielig.

Das Ziel sollte nicht nach jedem schwachen Dart gewechselt werden. Wichtiger sind eine wiederholbare Körperhaltung, ein gleichbleibender Griff und ein konstantes Wurftempo. Eine hohe Average entsteht vor allem dadurch, sehr schwache Aufnahmen zu vermeiden, nicht nur durch gelegentliche 180er.

Scoring und Finishes sollten getrennt trainiert werden. Man kann Serien ausschließlich auf T20, T19 und T18 werfen und anschließend Restwerte von 40 bis 100 üben.

Wie trainiert man Double Out?

Eine gute Übung ist Around the Clock Doubles. Dabei werden nacheinander D1, D2, D3 und alle weiteren Doppel bis D20 sowie das Bull getroffen.

Eine weitere effektive Übung beginnt bei 40 Punkten. Ziel ist es, den Wert mit höchstens drei Darts zu beenden. Nach einem erfolgreichen Finish erhöht man den Startwert auf 44, 48, 52 und 56. So trainiert man Doppelfelder und sinnvolle Vorbereitungswürfe.

Man kann außerdem zufällige Restwerte zwischen 61 und 100 wählen und vor dem ersten Dart die geplante Kombination laut nennen. Das verbessert das Kopfrechnen und die Entscheidungsfähigkeit unter Druck.

Die wichtigsten Regeln für erfolgreiches Spiel

Beim 501 gewinnt nicht immer der Spieler, der zu Beginn die meisten Punkte erzielt. Entscheidend ist, die Möglichkeiten zum Beenden eines Legs zu nutzen. Ein Spieler kann einen hohen Average werfen und trotzdem wegen schwacher Doppelquote verlieren.

Deshalb gilt:

  1. Auf hohe Felder zielen, aber Konstanz vor spektakuläre Würfe stellen
  2. Das Checkout planen, bevor der Restwert unter 170 fällt
  3. Bogey Numbers vermeiden
  4. Möglichst das bevorzugte Doppelfeld stehen lassen
  5. Nach jedem Dart neu rechnen
  6. Checkouts ebenso häufig trainieren wie T20
  7. Das Wurftempo beibehalten, besonders beim Ausmachen

Die beste 501-Strategie verbindet Präzision, Kopfrechnen und ruhige Entscheidungen. Hohes Scoring verschafft einen Vorteil, doch die Trefferquote auf Doppel entscheidet letztlich über den Sieg.